Pharaoameisen. Was tun?

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Pharaoameisen. Was tun?

Die Pharaoameise ist eine der kleinsten aller bei uns bekannten Ameisenarten. Sie treten in Deutschland erst seit 1970 auf und wurden damals aus einem tropischen Land bei uns eingeschleppt.

Ihre Arbeiterinnen sind ca. 2 mm klein und gelblich gefärbt. Eine Königin ist doppelt so groß und dunkler. Man braucht ungefähr 6000 Stück Pharaoameisen, um 1 Gramm auf die Waage zu bringen.

In unseren Breiten können Pharaoameisen nur in Gebäuden überleben, die ständig beheizt werden. Bei Temperaturen von null Grad sterben sie. Sie siedeln sich gerne in Bäckereien, Hallenbädern, Großküchen, Gewächs- und Krankenhäusern an. Die Pharaoameisen fressen alles, was ihnen vor die Beißer kommt – Lebensmittel, gerne Zuckerhaltiges, lebende und tote Insekten, Abfall aller Art und Exkremente.

Wie kommen Pharaoameise ins Haus?

Die Pharaoameise kann in Krankenhäusern unter Wundverbände von Patienten kriechen, da sie von Blut und Eiter angelockt wird. Wegen ihrer geringen Größe und ihrer Vorliebe für Ritzen und Spalten kann sie zudem in medizinische Geräte wie Kanülen, Katheter etc. eindringen und diese dadurch verunreinigen. Durch ihre Ernährungsgewohnheiten beladen sich die Pharaoameisen mit Krankheitskeimen, die sie auf Lebensmittel oder Flächen und Gegenstände überträgt. Sie verbreiten nachweislich Erreger wie Salmonellen, Streptokokken und Staphylokokken.


Die Ameisen können auch in Computer eindringen, da sie durch die günstigen Temperaturen und eventuell vorhandene zuckerhaltige Schutzgele von Stromkabeln angelockt werden. Dort können sie Systemabstürze und Elektrobrände verursachen.

Bestimmte Ameisenarten wie die Pharaoameisen Art benötigen spezielle Ameisenschutzmittel und Abschreckungsmittel, damit die Ameisenkolonie ausgerottet werden kann. Ihr Schädlingsspezialist sollte geschult sein, um Ameisen zu identifizieren und ihre Kolonie zu lokalisieren, damit die Quelle Ihres Ameisenbefalls während unseres Behandlungsprozesses gezielt untersucht wird.

Kann mir ein Kammerjäger oder Schädlingsbekämpfer weiterhelfen?

Die Bekämpfung von Pharaoameisen-Kolonien ist aufwendig und langwierig: Sie sind winzig und werden daher erst sehr spät wahrgenommen. Sichtet man eine, leben meist schon Tausende in Mauerritzen, unter losen Fliesen und in der Nähe von Warmwasserrohren. Meist werden sie zunächst mit einheimischen, harmlosen Arten verwechselt.

Im Gegensatz zu anderen Ameisenvölkern lebt in einer Pharaonenameisen-Kolonie nicht nur eine, sondern bis zu 2.000 fortpflanzungsfähige Königinnen – und das bedeutet, dass sich die Tiere rasend schnell vermehren. Wird das Nest zu klein, schwärmen einige Königinnen und Arbeiterinnen aus und bilden Schwestervölker, die friedlich in der Nähe der Stammkolonie leben. So eine Kolonie ist erst ausgerottet, wenn alle Königinnen und ihre Brut beseitigt sind. Und das kann Jahre dauern.
Sie sollten auf keinen Fall zum Insektenspray greifen – wenn’s ihnen stinkt, verstecken sich die Pharaoameisen über längere Zeit und das erschwert ihre Bekämpfung. Sie sollten besser eine erfahrene Schädlingsbekämpfung zu Hilfe holen. Der rückt den Ameisen mit verschiedenen Ködern und Insektengiften zu Leibe und versucht die Nester ausfindig zu machen.Diese exotischen bernsteinfarbigen Hygieneschädlinge werden in Liegenschaften oft eingeschleppt und dort verschleppt. Durch die geringe Größe (Arbeiterinnen nur 2mm) wird ein Befall oft erst spät erkannt. Pharaoameisen bevorzugen proteinhaltige Nahrung, was eine Verunreinigung von Nahrungsmitteln zur Folge hat. Entwicklungszeit bis zur Ameise dauert zirka 7 Wochen, eine Vermehrung ist bei 25 Grad ganzjährig möglich.

Eine erfolgreiche Bekämpfung ist nur in mehreren Etappen möglich.

Methoden zur Ameisenbekämpfung gibt es einige: praktische, bequeme, schnelle, einfache und aufwendige.

Jedoch nur umfangreiche Beratung, gewissenhafte Aufklärung, gute Vorbereitung, das richtige Know-how und die richtige Methode führen letztendlich zum Erfolg. Vorausgesetzt man es schafft das Ungeziefer dauerhaft durch effiziente Schädlingsbekämpfungsmittel, wie zum Beispiel eine Hitzebehandlung,  unter ein bestimmtes Populationsniveau zu drücken, kann die Rückkehr der Plagegeister nachhaltig vermieden werden

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