Pelzkäfer. Was tun?

Die Pelzkäfer leben im Freien, können aber auch in Häuser fliegen und dort ihre Eier legen. Die bis zu 100 Eier werden in Ritzen oder anderen Verstecken in der Nähe von möglichen Nahrungsquellen gelegt. Die Larven fliehen das Licht und stellen sich bei Störungen tot. Bei 20° C dauert die Entwicklung vom Ei bis zum Käfer ungefähr ein Jahr, wobei die Larven sich 9 bis 13 Mal häuten. Ungünstige Bedingungen können die Käfer und Larven bis zu einem halben Jahr in einer inaktiven Phase überstehen Sie haben einen schwarz gefärbten, dicht behaarten Körper, der stellenweise Bereiche mit heller Behaarung trägt. Je ein großer Fleck befindet sich in der Mitte der Deckflügel nahe der Flügeldeckennaht, je zwei weitere liegen seitlich hinter der Schulterbeule, wobei diese Flecke auch nicht ausgebildet sein können. Weitere Flecke finden sich am Halsschild basal mittig und an den beiden Ecken, kleinere Flecke liegen an den Seiten des Halsschildes hinter der Mitte. Das erste und achte bis elfte Fühlerglied ist schwarz, das zweite bis siebente ist gelb gefärbt. Die Beine sind abgesehen von den gelblichen Tarsen braun gefärbt. Die beiden ähnlichen Arten Attagenus megatoma und Attagenus schaefferi können vom Gemeinen Pelzkäfer durch das Fehlen der hell behaarten Flecke unterschieden werden.

Wie kommen Pelzkäfer ins Haus?

Diese Schädlinge lieben Blumen und sind normalerweise im Frühling in großer Zahl zu sehen. Sie können durch offene Türen oder Fenster einfliegen oder ihre Larven können mit unserer Kleidung oder sogar Tiernahrung hereinkommen. Kleine Tiere, die in Kaminen oder anderen diskreten Räumen sterben, sind ein Lieblingsfutter dieser Käfer, und ein verrottender Kadaver zieht sie auch auf diese Weise an.

In jedem Haus gibt es zu bestimmten Zeiten einige davon. Wenn Sie jedoch viele von ihnen oder ihre Larven sehen, ist es an der Zeit, die IHD Schädlingsbekämpfung um Hilfe zu bitten. Sobald sie in großer Anzahl vorhanden sind, können sie Ihre Wolle und andere Stoffe schnell zerstören und Ihnen Schaden und Kosten verursachen.

Einmal im Jahr, zwischen März und Juni, legt jedes Weibchen des Pelzkäfers etwa zwanzig Eier und sucht dafür einen geeigneten Platz, gerne dient dafür der edle Kaschmir-Pullover. Die Larven, die bereits nach wenigen Tagen schlüpfen und sind ein eher lichtscheues Gesindel, sollen schließlich gleich etwas zu beißen haben. Nach mehreren Häutungen entwickeln sie sich in etwa einem Jahr zum fertigen Käfer. In seiner fertigen Form, dem sogenannten Imago, ist der Käfer an sich harmlos und ernährt sich von Blütenpollen und Nektar. Eigentlich wollen die meisten frisch geschlüpften Käfer ja auch lieber wieder ins Freie. Manche aber bleiben in den Wohnungen, sprich, man hat einen Kreislauf übers ganze Jahr mit Schadkäfern.

Es gibt zwei Arten von Pelzkäfern, die bei uns heimisch sind und sowohl im Freien als auch in Häusern vorkommen: den dunklen Pelzkäfer, Attagenus unicolor und den gefleckten Pelzkäfer, Attagenus pellio mit zwei weißen Flecken auf den Flügeldecken. In der Natur gehören die Pelzkäfer zu den Tieren, die mithelfen, mumifizierte Kadaver mit Fell zu beseitigen, sie spielen also eine wichtige Rolle im Stoffkreislauf. Sobald sie jedoch im Siedlungsbereich des Menschen auftreten und Materialien fressen, werden sie zu den Materialschädlingen gezählt. Die erwachsenen Käfer ernähren sich auf Blüten von Pollen und Nektar.

Die Larven ernähren sich von trockenen Stoffen tierischer und pflanzlicher Herkunft (Häute, Fleisch- und Fischwaren, Kasein, Eipulver, Tierfutter, Getreideprodukte, Felle, Pelze, Federn sowie Teppiche und Textilien aus Wolle). Häufig findet man Käfer und Larven in Lampenfassungen oder ähnlichen Insektenfallen, wo sie von anderen toten Insekten leben. In der Natur finden sie ihre Nahrung in Vogelnestern, auf den Kadavern von Vögeln und Säugern sowie in den Nestern wilder Bienen. Die Tiere sind weltweit verbreitet, wobei man sie in Europa, nördlich bis nach Lappland und auch auf Grönland findet. Sie sind auf den britischen Inseln häufig. Als Kulturfolger findet man die Art nur selten in freier Natur in Vogelnestern und Mulm, sie kommen jedoch in der Nähe des Menschen sehr häufig vor. Die Imagines treten bereits im Frühling in Wohnungen auf, in denen die Weibchen ihre Eier ablegen.

Später im Jahr findet man die adulten Tiere auch auf Blüten von Doldenblütlern, Obstbäumen, Weißdornen und Schlehdorn. Die Larven werden bis zu 12 Millimeter lang und haben eine goldgelbe Färbung.

Kann mir ein Kammerjäger oder Schädlingsbekämpfer weiterhelfen?

Zur direkten Bekämpfung der Larven können dann Kontaktinsektizide wie z. B. Pyrethrum eingesetzt werden, die in mögliche Verstecke der Larven von Attagenus unicolor gesprüht werden müssen. Tritt der Dunkle Pelzkäfer als Schädling in Kleiderkammern oder lederverarbeitenden Betrieben auf, so kann man die Tiere dadurch bekämpfen, indem befallene Ware mit gasförmigen Insektiziden wie Phosphorwasserstoff, Stickstoff oder Kohlendioxid behandelt wird.

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