Kellerasseln. was tun?

porcellio-scaber-4415722_1280

Kellerassel

keller_assel

Kellerassel

Der Körper der Kellerassel erreicht eine Länge von 14 bis 20 Millimeter und hat eine ovale, flache Form. Die Körperoberseite ist grau bis braungrau gefärbt, gelegentlich zeigt sich eine gelbliche Sprenkelung, die Ränder sind hell gesäumt. Deren Körperunterseite und die Laufbeine sind gelblich bis weißlich gefärbt. Seitenlappen der Rückenschilde ragen flach ab, und zwar weiter als die der Mauerassel (Oniscus asellus). Links und rechts des Stirnsegmentes sitzen die Augen, die als dunkelgraue oder schwarze ovale Punkte sichtbar sind. Das dem Stirnsegment folgende Segment umschließt diese mit zwei Seitenlappen. An dem Kopfsegment sitzen zwei Fühlerpaare, von denen aber nur ein Fühlerpaar sichtbar ist. Auf der Unterseite liegen 14 gleichförmige Schreitbeine und 12 Spaltfüße im Bereich des Vorderleibes. Die Kellerasseln atmen im Gegensatz zu den Krebstieren (Crustacea) nicht über Tracheen, sondern über Hohlräume, die in den ersten beiden Beinpaaren des Hinterleibes liegen. Zusätzlich können sie auch durch Kiemen atmen, diese sind allerdings soweit zurückentwickelt, dass diese alleine zur Atmung nicht mehr ausreichen. Weil die Kiemen mit Luft gefüllt sind, erscheinen sie weiß und sind deutlich zu erkennen. Der Umstand, dass sie die Tracheenatmung ersetzt haben, ermöglicht es ihnen sich unabhängig vom Wasservorkommen aufzuhalten.

Nachts wenn die Luft kühler wird, kommt die Kellerassel aus ihrem Versteck und geht auf Nahrungssuche. Sie ist mit ihren 14 Beinen, die sie wellenförmig nacheinander hebt und senkt, recht flott unterwegs und ist stetig auf Nahrungssuche. Dabei vertilgt sie alles, was für den Zersetzungskreislauf bestimmt ist und bleibt immer in Deckung, um nicht selbst gefressen zu werden. Tagsüber verkriecht sich die Kellerassel in ein geeigneten Unterschlupf. Indem sie ruhig verharrt, bis die nächste Nacht heranbricht. Den Winter verbringt die Kellerassel in einem frostsicheren Versteck, in dem sie in eine Winterstarre verfällt.

Woher kommen Kellerasseln?

Ursprünglich besiedelte die Kellerassel nur Westeuropa und wurde durch den Menschen in die ganze Welt verschleppt. Da die Kellerassel die Nähe von menschlichen Behausungen sucht, wanderte sie stetig mit dem Wachstum der Siedlungsräume mit. Durch Vorräte, in denen sich Kellerasseln niedergelassen haben, die als Proviant für jegliche Reisen verwendet wurden, eroberte sie die ganze Welt. Die Tiere richten in der Regel keine Schäden an und können im Innenbereich höchstens als Lästlinge angesehen
werden. Manchmal werden Asseln in feuchten Kellern an gelagertem Gemüse oder Obst schädlich. Gelegentlich dringen Asseln durch offene Terrassentüren und Kellerfenster
oder Ritzen an Türen und Fenstern in Wohnbereiche ein. Vereinzelte, ins Haus eingedrungene Asseln können Sie mit dem Staubsauger entfernen. In Kellerräumen kann durch die Behandlung mit einem insektiziden Spritzbelag nur ein akuter Befall beseitigt werden. Für einen langfristigen Erfolg müssen zusätzlich die oben erwähnten vorbeugenden
Massnahmen ergriffen werden.

Die Kellerassel lebt tagsüber im Verborgenen um nicht Gefahr zu laufen, dass ihr Atmungssystem austrocknet. Um dem entgegenzuwirken verbirgt sie sich in Mauerspalten, unter Steinen, in verrottendem Holz, in der Falllaubschicht sowie in Kellern und Gewächshäusern. An all diesen Stellen ist es kühl und weisen eine erhöhte Luftfeuchtigkeit auf.

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu. Datenschutzerklärung

Scroll Up