Wanderratten 2017-07-05T12:52:34+00:00

Wanderratte

deutscher Name

Wissenschaftlicher Name

Größe

Gewicht

Wanderratte

Rattus norvegicus

18 bis 28cm

300g bis 400g

Aussehen

In Mitteleuropa gibt es zwei Unterarten, im Westen und im Mittelmeerraum Mus musculus domesticus mit braungrauem Fell und in Zentral- und Osteuropa Mus musculus musculus mit grauem Fell. Die Verbreitungsgrenze verläuft in Deutschland durch das westliche Mecklenburg-Vorpommern, durch Sachsen-Anhalt und das östliche Thüringen. Es gibt zwischen beiden Unterarten keine bedeutsamen Verhaltensunterschiede. Der Mäusekot ist relativ klein (3 bis 8 mm). Die oberen Nagezähne sind etwas eingekerbt. Der Körper ist oberseits mausgrau bis braungrau, die Unterseite ist etwas heller. Der Schwanz ist mit deutlich sichtbaren Schuppenringen versehen und spärlich behaart. Ausgewachsene Hausmäuse lassen sich von den ähnlich aussehenden Wühlmäusen relativ leicht unterscheiden: Bei Wühlmäusen ist der Schwanz stets deutlich kürzer als die Hälfte ihres Rumpfes (Nase bis Schwanzansatz), bei Hausmäusen ist er stets deutlich länger als die Hälfte des Rumpfes.

Vorkommen

Die bei uns häufige Wanderratte (Rattus norvegicus) lebt überall wo sich Menschen ansiedeln. Als Allesfresser ernährt sie sich von pflanzlichen und tierischen Produkten, sie kann sogar als Räuber auftreten und Entenküken töten. Durch exzessive Vogelfütterung und achtlos weggeworfene Picknickabfälle kann sie sich stark vermehren. Sie gräbt ihre Wohnbauten in die Erde, die Eingänge sind als faustgrosse Löcher zu sehen. Sie lebt aber auch in der Kanalisation, wo sie sich unter anderem von den in die Toilette geschütteten Nahrungsresten ernährt. Rattenlöcher in der Nähe von Dachabläufen oder über in der Erde liegenden Abwasserleitungen deuten darauf hin, dass diese defekt sind und saniert werden müssen. Die Ratte zeigt uns also an, wo das Grundwasser durch Abwasser verschmutzt wird.

Beschreibung

Ratten sind bedeutende Hygieneschädlinge, die Krankheiten übertragen und durch ihren Nagetrieb grosse Materialschäden anrichten können. Die Wanderratte hat einen grossen Aktionsradius bei ihren Wanderungen zur Nahrungssuche und zur Erschliessung neuer Nistmöglichkeiten. Dabei hat sie auf dem Weg durch die Kanalisation, durch Abfalleimer, über Kompostplätze, durchs Gebüsch und andere Orte viele Möglichkeiten, mit gesundheitsschädigenden Keimen in Kontakt zu kommen und diese zu verschleppen. Beispiele dafür sind Salmonellen (Durchfall-Erkrankungen), Leptospiren (Weilsche Krankheit) und Toxoplasmen (Toxoplasmose). Wenn Ratten in Vorratslager eindringen, können sie die gelagerten Nahrungsmittel mit ihrem Kot und Urin verschmutzen. Ratten haben einen Nagetrieb, sie können dadurch gravierende Schäden an Möbeln, Verkabelungen, elektrischen Geräten etc. anrichten.

Bekämpfung

Zur Bekämpfung sollten Sie mehrere Fallen pro Raum entlang der Wände, unter Schränken oder in dunklen Ecken aufstellen. Schlagfallen, welche den Mäusen das Genick brechen, sind besser als Lebendfallen. Sie sollten die Fallen regelmässig, am besten täglich, kontrollieren.

Beispielbilder

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