Steinmarder der zum Automarder wird 2017-07-05T12:40:21+00:00

Steinmarder

deutscher Name

Wissenschaftlicher Name

Größe

Gewicht

Steinmarder

Martes foina

40 bis 54 cm

1100g bis 2300g

Aussehen

Steinmarder haben den üblichen Körperbau der Tiere mit einem langgestreckten, schlanken Rumpf und relativ kurzen Gliedmaßen. Der Schwanz ist relativ lang und buschig. Von der zweiten in Mitteleuropa lebenden Art der Echten Marder, dem Baummarder, unterscheidet er sich äußerlich in Form und Farbe des Kehlflecks. Dieser ist beim Steinmarder weiß und oft gegabelt und kann sich bis auf die Vorderbeine erstrecken, während er beim Baummarder gelblich und abgerundet ist. Allerdings kann der Kehlfleck bei manchen asiatischen Populationen auch ganz fehlen. Das Fell dieser Tiere ist graubraun gefärbt und rau. Weitere Unterschiede zum Baummarder sind die helle Nase und die unbehaarten Fußsohlen. Auch ist der Steinmarder etwas kürzer, aber dafür schwerer als sein Verwandter.

Vorkommen

Sie übernehmen Bauten von anderen Tieren oder auch Unterschlüpfe, suchen sich geschützte Bereiche sehr oft auch im Lebensraum der Menschen z. B. im Motorraum vom Auto, auf Dachböden oder in abgehängten Zwischendecken. Die Tiere können Krankheitserreger und Parasiten (Band- und Saugwürmer, Tollwut, Hirnhautentzündung) auf Menschen und Haustiere übertragen. Nisten sich Marder auf einem Dachboden ein, kann der Lärm den Schlaf der Bewohner stören. Außerdem können sie die Dachisolierung beschädigen und verbreiten Gestank und Dreck durch Kot.

Beschreibung

Die Marder einer Gegend kennen sich gegenseitig und markieren ihr Revier mit Duft-, Kot- und Urin markenMarder bevorzugen jeweils die Nahrung, die der Jahreszeit und dem Revier entsprechend vorhanden und am leichtesten zu finden oder zu fangen ist. Ihre Hauptnahrung sind Mäuse. In Städten fressen sie auch Ratten und Tauben. Sie verschmähen aber auch Fische, Amphibien, Reptilien, Regenwürmer, Insekten, Aas, Katzenfutter, Kompostabfälle und menschliche Hausabfälle nicht. Sie haben eine Vorliebe für Eier, süsse Früchte und Beeren. Die natürlichen Feinde der Marder sind Greifvögel wie Steinadler, Habicht oder Uhu. Sie stellen sehr oft eine große Belästigung für uns Menschen dar und richten nicht selten Schäden im vierstelligen Bereich an. Des öfteren findet man ganze Familien auf unseren Dachböden, welche dort die Nachtruhe stören. Der Steinmarder richtet mit seinen scharfen Zähnen Schäden an geparkten Autos an, indem er Zündkabel, Kühlwasser- und Heizungsschläuche, aber auch die Kabel der Bordelektronik, Gummi- und auch Kunststoffteile zerbeißt. In den KFZ Werkstätten sind Marderbisse bekannt, hier sind sie die sogenannten Kabelbeißer und sorgen für Reparaturumsätze im Wert von mehreren hundert Euro.

Bekämpfung

Wichtig bei allen Vergrämungsmitteln ist, dass sie dort ausgebracht werden, wo sich der Marder gern aufhält. Bei verwinkelten, unzugänglichen Dächern kann dies schwierig werden. Fachkenntnisse sind von Vorteil.Verschiedene AntiMarder-Sprays, Ultraschallgeräte und Wecker haben sich als unzuverlässig erwiesen, genauso wie der Tipp mit den Hundehaaren.

Beispielbilder

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