Speckkäfer 2017-07-05T13:43:50+00:00

Speckkäfer

Dermestidae

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Dermestidae speckkäfer Speckkäfer Dermestidae

Zur Familie der Speckkäfer (Dermestidae) gehören u. a. die Arten der Gattung Dermestes, die als Aasfresser gelten. Zu dieser Gattung gehören der Dornspeckkäfer, der Gemeine Speckkäfer und der peruanische Speckkäfer. Alle drei Arten kommen in Deutschland vor. Neben Pelz- und Teppichkäfer gehören die Speckkäfer zu den am häufigsten vorkommenden Hygiene- und Materialschädlingen in Häusern und Wohnungen.

Die Speckkäfer sind auf der ganzen Welt zu finden, und kommen in einer Vielzahl von Lebensräumen vor. Sowohl der eigentliche Speckkäfer als auch seine Larven sind etwa 10 mm lang. Alle Speckkäferarten sind flugfähig und können so problemlos auch in Wohnungen gelangen. Häufig leben die Larven des Speckkäfers im Müll, sodass sie sich in verschmutzten oder verwahrlosten Wohnungen einnisten können. Die Gattung Anthrenus z.B. findet man bevorzugt in der Nähe von Straßen und Schuttplätzen, diese Arten sind auch gefürchtete Schädlinge in Sammlungen präparierter Tiere, da sie sich von trockenen organischen Stoffen ernähren. Die Gattung Thaumaglossa lebt ausschließlich auf den Gelegen von Fangschrecken und Trogoderma ist eine Plage im Getreideanbau. Andere Arten haben sich auf die Nester von Säugetieren, Vögeln, Bienen oder Wespen spezialisiert. Etliche Arten wurden durch den Menschen verschleppt und sind heute weltweit verbreitet.

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Die Käfer sind zum Teil tagaktiv, zum Teil auch nachtaktiv. Die meisten sind Aasfresser und fressen tote, getrocknete Tiere und Insektenreste, auch in Häusern und Wohnungen. Es gibt aber auch einige, die Pflanzenteile und Pollen fressen. Die Käfer können erhebliche Schäden an Wollstoffen, Fellen, und in Insekten- und Tiersammlungen anrichten. Sie werden aber auch gezielt von Museen eingesetzt (insbesondere Dermestes maculatus), um Tierskelette von Weichteilen zu reinigen.

Die Imagines mancher Arten fallen durch ihren Totstellreflex auf: Bei Störungen lassen sie sich einfach fallen und legen Fühler und Beine an.

Zur Verpuppung bohren manche Arten (z. B. Dermestes) Gänge auch in harte Materialien, was an Handelsgütern große Schäden verursachen kann. Die Verpuppung findet innerhalb der letzten Puppenhülle statt. Je nach Art werden pro Jahr ein oder mehrere Generationen hervorgebracht. Manche Arten, besonders die Kulturfolger, können in der Nähe des Menschen auch in der kalten Jahreszeit ununterbrochen Generationen hervorbringen.

Die Larven verderben Nahrungsmittel wie Speck, Schinken,
Wurst, Trockenfleisch, harten Käse durch ihre Frasstätigkeit
und ihren Kot. Sie können Schäden an Fellen, Häuten und Därmen anrichten und durchlöchern Zigarren. In Museen können Speckkäfer an Tierpräparaten schädlich werden. Die Larven schädigen oft Wände und Isolationsmaterial, weil sie einen geeigneten Platz zur Verpuppung suchen und sich einbohren. Ihre Verpuppungsgänge können einen Befall mit Holz zerstörenden Käferlarven vortäuschen. Die abgebrochenen Haare der Larven können bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auslösen.

Sie erkennen einen Speckkäfer-Befall an den zu den Lichtquellen fliegenden Käfern. Finden und beseitigen Sie die Quelle. Das kann ein totes Tier, ein altes Wespennest oder ein Vogelnest sein. In verwahrlosten Wohnungen mit starkem Speckkäfer-Befall ist eine Insektizid-Behandlung unumgänglich. Sie sollten eine professionelle Schädlingsbekämpfungsfirma hinzuziehen, welche oft mehrere Behandlungen durchführen muss.

Neben den Speckkäfern können im Haushalt auch Teppichkäfer, Pelzkäfer und Kleidermotten auftreten

Wo kann ich Speckkäfer in meiner Wohnung finden

  • Befall erkennen

    Die Käfer erreichen eine Körperlänge von 3,5 bis 6 Millimetern. Sie haben einen schwarz gefärbten, dicht behaarten Körper, der stellenweise Bereiche mit heller Behaarung trägt. Je ein großer Fleck befindet sich in der Mitte der Deckflügel nahe der Flügeldeckennaht, je zwei weitere liegen seitlich hinter der Schulterbeule, wobei diese Flecke auch nicht ausgebildet sein können.

  • Befall lokalisieren

    In Haushalten oder Vorratslagern können sich die Larven von Attagenus unicolor in einer Vielzahl von tierischen Produkten wie Pelzen, Leder, Wollprodukten, Seide, Federn, Haaren oder Trockenfleisch entwickeln. Anders als die adulten Insekten, die von Lichtquellen angezogen werden, verhalten sich die Larven des Dunklen Pelzkäfers negativ phototaktisch – sie meiden die Helligkeit.

  • Gefahren durch Speckkäfern

    Der Dunkle Pelzkäfer gilt als Materialschädling, da die Larven Wollprodukte, Felle oder Pelze zerstören. Vorzugsweise fressen die Tiere auf der Oberfläche von Wollprodukten, aber auch Felle werden zerstört, indem die Haare an der Basis abgebissen werden und so kahle Stellen auf der Haut zurückbleiben. Dadurch, dass sich die Larven von Attagenus unicolor auch von toten Insekten ernähren können, kann der Dunkle Pelzkäfer in Insektensammlungen von Museen mitunter große Schäden anrichten.

  • Befall bekämpfen

    Zur direkten Bekämpfung der Larven können dann Kontaktinsektizide wie z. B. Pyrethrum eingesetzt werden, die in mögliche Verstecke der Larven von Attagenus unicolor gesprüht werden müssen. Tritt der Dunkle Pelzkäfer als Schädling in Kleiderkammern oder lederverarbeitenden Betrieben auf, so kann man die Tiere dadurch bekämpfen, indem befallene Ware mit gasförmigen Insektiziden wie Phosphorwasserstoff, Stickstoff oder Kohlendioxid behandelt wird.

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