Silberfischchen 2017-06-29T10:23:18+00:00

Silberfischchen

Lepisma saccharina

Silberfischchen erreichen eine Körperlänge von acht bis dreizehn Millimeter. Die Beschuppung des Körper weist eine silbrige Färbung auf. Je nach Lichteinfall glänzt der Körper metallisch. Die langen Fühler sind fadenförmig ausgebildet. Siberfischchen sind trotz ihrer kurzen Beine sehr flink unterwegs. Am hinteren Ende des Abdomens sind zwei längere Anfänge erkennbar. Die drei Beinpaare befinden sich in der vorderen Körperhälfte. Der Kopf ist auffallend klein. Zu den Hauptfeinden der Silberfischchen gehören Ohrwürmer und Spinnentiere.

Silberfischchen leben in der Regel in der Nähe des Menschen. Sie bevorzugen feuchtwarme Räume und halten sich meist in Mauerritzen oder unter Möbeln oder Heizungen und Öfen auf. Sie kommen weltweit in den gemäßigten Regionen vor. Trockenheit und Kälte vertragen Silberfischchen nicht.

Die Silberfischchen ernähren sich von stärkehaltigen Stoffen aller Art. Dazu gehören neben Mehl, Brot und Zucker auch Haare, Schuppen und Schmutz. Selbst vor Büchern, Tapeten und Textilien schrecken sie nicht zurück. Hier richten sie zum Teil erheblichen Schaden durch Lochfrass an.

Die Geschlechtsreife wird nach etwa sechs bis sieben Häutungen erreicht. Die Befruchtung des Weibchens erfolgt über indirekte Spermatophorenübertragung. Das Männchen legt sein Samenpaket, die Spermatophore, meist an Spinnfäden ab und werden dann vom Weibchen aktiv aufgenommen. Das Weibchen lokalisiert die Spermatophore aufgrund biochemischer Reize. Sie legt 80 bis 100 Eier an geschützter Stelle wie Mauerritzen oder ähnlichen Plätzen ab. Die Larven schlüpfen nach etwa 14 Tagen und haben bereits das Aussehen des Imago. Auch mit Erreichen der Geschlechtsreife häuten sich die Tiere bis zu vier mal im Jahr, da sie ständig wachsen. Sie bleiben auch das ganze Leben fortpflanzungsfähig. Die Lebenserwartung liegt bei bis zu acht Jahren.

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  • Befall erkennen

    Die Käfer erreichen eine Körperlänge von 3,5 bis 6 Millimetern. Sie haben einen schwarz gefärbten, dicht behaarten Körper, der stellenweise Bereiche mit heller Behaarung trägt. Je ein großer Fleck befindet sich in der Mitte der Deckflügel nahe der Flügeldeckennaht, je zwei weitere liegen seitlich hinter der Schulterbeule, wobei diese Flecke auch nicht ausgebildet sein können.

  • Befall lokalisieren

    In Haushalten oder Vorratslagern können sich die Larven von Attagenus unicolor in einer Vielzahl von tierischen Produkten wie Pelzen, Leder, Wollprodukten, Seide, Federn, Haaren oder Trockenfleisch entwickeln. Anders als die adulten Insekten, die von Lichtquellen angezogen werden, verhalten sich die Larven des Dunklen Pelzkäfers negativ phototaktisch – sie meiden die Helligkeit.

  • Gefahren durch Speckkäfern

    Der Dunkle Pelzkäfer gilt als Materialschädling, da die Larven Wollprodukte, Felle oder Pelze zerstören. Vorzugsweise fressen die Tiere auf der Oberfläche von Wollprodukten, aber auch Felle werden zerstört, indem die Haare an der Basis abgebissen werden und so kahle Stellen auf der Haut zurückbleiben. Dadurch, dass sich die Larven von Attagenus unicolor auch von toten Insekten ernähren können, kann der Dunkle Pelzkäfer in Insektensammlungen von Museen mitunter große Schäden anrichten.

  • Befall bekämpfen

    Zur direkten Bekämpfung der Larven können dann Kontaktinsektizide wie z. B. Pyrethrum eingesetzt werden, die in mögliche Verstecke der Larven von Attagenus unicolor gesprüht werden müssen. Tritt der Dunkle Pelzkäfer als Schädling in Kleiderkammern oder lederverarbeitenden Betrieben auf, so kann man die Tiere dadurch bekämpfen, indem befallene Ware mit gasförmigen Insektiziden wie Phosphorwasserstoff, Stickstoff oder Kohlendioxid behandelt wird.

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