Pelzkäfer 2017-06-27T16:47:21+00:00

Pelzkäfer

Attagenus pellio

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Wie kann ich einen Pelzkäfer erkennen

Die Pelzkäfer leben im Freien, können aber auch in Häuser fliegen und dort ihre Eier legen. Die bis zu 100 Eier werden in Ritzen oder anderen Verstecken in der Nähe von möglichen Nahrungsquellen gelegt. Die Larven fliehen das Licht und stellen sich bei Störungen tot. Bei 20° C dauert die Entwicklung vom Ei bis zum Käfer ungefähr ein Jahr, wobei die Larven sich 9 bis 13 Mal häuten. Ungünstige Bedingungen können die Käfer und Larven bis zu einem halben Jahr in einer inaktiven Phase überstehen.  Sie haben einen schwarz gefärbten, dicht behaarten Körper, der stellenweise Bereiche mit heller Behaarung trägt. Je ein großer Fleck befindet sich in der Mitte der Deckflügel nahe der Flügeldeckennaht, je zwei weitere liegen seitlich hinter der Schulterbeule, wobei diese Flecke auch nicht ausgebildet sein können. Weitere Flecke finden sich am Halsschild basal mittig und an den beiden Ecken, kleinere Flecke liegen an den Seiten des Halsschildes hinter der Mitte. Das erste und achte bis elfte Fühlerglied ist schwarz, das zweite bis siebente ist gelb gefärbt. Die Beine sind abgesehen von den gelblichen Tarsen braun gefärbt. Die beiden ähnlichen Arten Attagenus megatoma und Attagenus schaefferi können vom Gemeinen Pelzkäfer durch das Fehlen der hell behaarten Flecke unterschieden werden.

Einmal im Jahr, zwischen März und Juni, legt jedes Weibchen des Pelzkäfers etwa zwanzig Eier und sucht dafür einen geeigneten Platz, gerne dient dafür der edle Kaschmir-Pullover. Die Larven, die bereits nach wenigen Tagen schlüpfen und ein eher lichtscheues Gesindel sind, sollen schließlich gleich etwas zu beißen haben. Nach mehreren Häutungen entwickeln sie sich in etwa einem Jahr zum fertigen Käfer. In seiner fertigen Form, dem sogenannten Imago, ist der Käfer an sich harmlos und ernährt sich von Blütenpollen und Nektar. Eigentlich wollen die meisten frisch geschlüpften Käfer ja auch lieber wieder ins Freie. Manche aber bleiben in den Wohnungen, sprich, man hat einen Kreislauf übers ganze Jahr mit Schadkäfern.

Es gibt zwei Arten von Pelzkäfern, die bei uns heimisch sind und sowohl im Freien als auch in Häusern vorkommen: Den dunklen Pelzkäfer, Attagenus unicolor und den gefleckten Pelzkäfer, Attagenus pellio mit zwei weissen Flecken auf den Flügeldecken. In der Natur gehören die Pelzkäfer zu den Tieren, die mithelfen, mumifizierte Kadaver mit Fell zu beseitigen, sie spielen also eine wichtige Rolle im Stoffkreislauf. Sobald sie jedoch im Siedlungsbereich des Menschen auftreten und Materialien fressen, werden sie zu den Materialschädlingen gezählt. Die erwachsenen Käfer ernähren sich auf Blüten von Pollen und Nektar. Die Larven ernähren sich von trockenen Stoffen tierischer und pflanzlicher Herkunft (Häute, Fleisch- und Fischwaren, Kasein, Eipulver, Tierfutter, Getreideprodukte, Felle, Pelze, Federn sowie Teppiche und Textilien aus Wolle). Häufig findet man Käfer und Larven in Lampenfassungen oder ähnlichen Insektenfallen, wo sie von anderen toten Insekten leben. In der Natur finden sie ihre Nahrung in Vogelnestern, auf den Kadavern von Vögeln und Säugern sowie in den Nestern wilder Bienen.Die Tiere sind weltweit verbreitet, wobei man sie in Europa, nördlich bis nach Lappland und auch auf Grönland findet. Sie sind auf den britischen Inseln häufig. Als Kulturfolger findet man die Art nur selten in freier Natur in Vogelnestern und Mulm, sie kommen jedoch in der Nähe des Menschen sehr häufig vor. Die Imagines treten bereits im Frühling in Wohnungen auf, in denen die Weibchen ihre Eier ablegen. Später im Jahr findet man die adulten Tiere auch auf Blüten von Doldenblütlern, Obstbäumen, Weißdornen und Schlehdorn. Die Larven werden bis zu 12 Millimeter lang und haben eine goldgelbe Färbung.

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Welchen Schaden kann ein Pelzkäfer anrichten

Der Pelzkäfer gilt als Materialschädling, da die Larven Wollprodukte, Felle oder Pelze zerstören. Vorzugsweise fressen die Tiere auf der Oberfläche von Wollprodukten, aber auch Felle werden zerstört, indem die Haare an der Basis abgebissen werden und so kahle Stellen auf der Haut zurückbleiben. Dadurch, dass sich die Larven von Attagenus unicolor auch von toten Insekten ernähren können, kann der Pelzkäfer in Insektensammlungen von Museen mitunter große Schäden anrichten.

Um einen Befall mit dem Pelzkäfer erst gar nicht entstehen zu lassen, sollte die Wohnung regelmäßig gründlich gereinigt werden. Kontrollieren Sie Ihre Lebensmittel, die aufbewahrt werden. Dörrobst, Gewürze und so weiter gehören in Behälter, die man abschließen kann. Voraussetzung: die Larven waren nicht vorher schon drin. Also Augen auf. Bei Kleidung ist es nicht mehr so einfach, vor allem wenn sie nur saisonal getragen wird und lange im Schrank verschwindet. Betroffene empfehlen zum Beispiel, die Kleidung zunächst in der Tiefkühltruhe durchzufrieren und sie anschließend zusammen mit Zedernholz in Kleidersäcken zu verstauen, bei denen die Luft abgesaugt werden kann. Auf diese Weise wird verhindert, dass sich Ansammlungen von Staub und Haaren bilden, die den Larven von Attagenus unicolor sowie anderen Textilschädlingen als Brutsubstrat dienen könnten. Bei einem Befall mit dem Pelzkäfer sollte zunächst der Befallsherd (z. B. Wolltextilien oder Pelze) lokalisiert werden. Zur direkten Bekämpfung der Larven können dann Kontaktinsektizide wie z. B. Pyrethrum eingesetzt werden, die in mögliche Verstecke der Larven von Attagenus unicolor gesprüht werden müssen. Tritt der dunkle Pelzkäfer als Schädling in Kleiderkammern oder lederverarbeitenden Betrieben auf, so kann man die Tiere dadurch bekämpfen, indem befallene Ware mit gasförmigen Insektiziden wie Phosphorwasserstoff, Stickstoff oder Kohlendioxid behandelt wird.

Wo kann ich Pelzkäfer in meiner Wohnung finden

  • Befall erkennen

    Die Käfer erreichen eine Körperlänge von 3,5 bis 6 Millimetern. Sie haben einen schwarz gefärbten, dicht behaarten Körper, der stellenweise Bereiche mit heller Behaarung trägt. Je ein großer Fleck befindet sich in der Mitte der Deckflügel nahe der Flügeldeckennaht, je zwei weitere liegen seitlich hinter der Schulterbeule, wobei diese Flecke auch nicht ausgebildet sein können.

  • Befall lokalisieren

    In Haushalten oder Vorratslagern können sich die Larven von Attagenus unicolor in einer Vielzahl von tierischen Produkten wie Pelzen, Leder, Wollprodukten, Seide, Federn, Haaren oder Trockenfleisch entwickeln. Anders als die adulten Insekten, die von Lichtquellen angezogen werden, verhalten sich die Larven des Dunklen Pelzkäfers negativ phototaktisch – sie meiden die Helligkeit.

  • Gefahren durch Pelzkäfern

    Der Dunkle Pelzkäfer gilt als Materialschädling, da die Larven Wollprodukte, Felle oder Pelze zerstören. Vorzugsweise fressen die Tiere auf der Oberfläche von Wollprodukten, aber auch Felle werden zerstört, indem die Haare an der Basis abgebissen werden und so kahle Stellen auf der Haut zurückbleiben. Dadurch, dass sich die Larven von Attagenus unicolor auch von toten Insekten ernähren können, kann der Dunkle Pelzkäfer in Insektensammlungen von Museen mitunter große Schäden anrichten.

  • Befall bekämpfen

    Zur direkten Bekämpfung der Larven können dann Kontaktinsektizide wie z. B. Pyrethrum eingesetzt werden, die in mögliche Verstecke der Larven von Attagenus unicolor gesprüht werden müssen. Tritt der Dunkle Pelzkäfer als Schädling in Kleiderkammern oder lederverarbeitenden Betrieben auf, so kann man die Tiere dadurch bekämpfen, indem befallene Ware mit gasförmigen Insektiziden wie Phosphorwasserstoff, Stickstoff oder Kohlendioxid behandelt wird.

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