Orientalische Schabe 2017-07-05T13:49:29+00:00

Orientalische Schabe

Blatta orientalis

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Die Gemeine Küchenschabe (Blatta orientalis), auch bekannt als Kakerlak(e) im eigentlichen Sinne, Bäckerschabe oder Orientalische Schabe, ist eine Art der Schaben (Blattodea), die vor allem durch ihre Lebensweise in menschlichen Behausungen als Vorratsschädling bekannt ist. Neben der Deutschen Schabe (Blattella germanica) und der Amerikanischen Großschabe (Periplaneta americana) gehört sie zu den weltweit am häufigsten in Haushalten anzutreffenden Schaben, die unter dem Begriff Küchenschaben (Kakerlaken) zusammengefasst werden. Sie ist wie alle Schaben sehr lichtscheu und hat eine rotbraune Körperfarbe. Mit einer Laufgeschwindigkeit von bis zu 1,5 m/s (5,4 km/h) gilt die Gemeine Küchenschabe außerdem als das schnellste krabbelnde Insekt.

Auf den ersten Blick sieht die Küchenschabe auch orientalische Schabe genannt aufgrund ihres Körpers Käfern sehr ähnlich, denn sie hat ziemlich glatte, der Länge nach verbogene Flügel, einen runden Körperumriss und ist von dunkler Farbe. Die Kakerlake hat einen ziemlich platten Körper, Flügel fehlen bei den Larven und den Weibchen, Männchen haben zwar Flügel, können damit aber nicht mehr fliegen. Deren Körperfarbe ist dunkelbraun bis schwarz, Männchen sind aufgrund der Flügel von etwas hellerer Farbe. Beine sind hellbraun gefärbt. Die Fühler sind dünn und etwa ein Drittel so lang wie der Körper. Die Küchenschabe wird bis zu 30 mm lang.

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Gemeinen Küchenschabe ist heute nicht mehr bekannt, es wird jedoch davon ausgegangen, dass sie sich aus den Tropen und Subtropen Südasiens ausgebreitet hat. Diese Annahme manifestiert sich auch in ihrem Namenszusatz orientalis, wodurch sie gelegentlich auch als Orientalische Schabe bezeichnet wird.

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Heute ist die orientalische Schabe als Kosmopolit weltweit verbreitet und selbst auf abgelegenen Inseln anzutreffen. Die einzige Ausnahme bilden die polaren Gebiete der Arktis und Antarktis, wo es für die Tiere zu kalt ist.

Die orientalische Schabe besitzt außerdem eine enorme Widerstandsfähigkeit, so wurden noch Tiere nach Atombombentests auf dem Bikini-Atoll gefunden. Die Tiere können sich außerdem auch durch engste Zwischenräume zwängen. Als Schädlinge sind sie daher sehr hartnäckig und schwierig zu entfernen.

Orientalische Schabe hat vor allem ein Ziel: fressen. Um schnell an dieses Ziel zu gelangen, leitet sie ein sehr feiner Geruchssinn. Doch es gibt ein oberstes Gebot bei den orientalischen Schaben: In der Not frisst der Teufel Fliegen und eine Schabe so gut wie alles! Im Lauf von Jahrmillionen haben sie eine gut funktionierende Symbiose mit Bakterien in ihrem Verdauungstrakt entwickelt, die fast alles zu brauchbarer Nahrung umarbeiten, selbst Tapetenreste oder Briefmarkengummierung.

Schaben sind Überlebenskünstler und leben seit vielen hunderttausend Jahren unverändert in fast allen Klimaregionen der Erde. Als Allesfresser wird ihnen auch niemals die Nahrung ausgehen In Deutschland sind vor allem die Deutsche Schabe und die Orientalische Schabe problematisch. In Einzelfällen treten Braunbandschaben auf und seit etwa zwanzig Jahren zunehmend die einzigen frei lebenden Waldschaben die fliegen können, aber harmlos sind.

Ihre typischen Aufenthaltsorte sind feuchtwarme Räume bis 29° C . Im Gegensatz zu den anderen schädlichen Schabenarten tolerieren sie auch tiefere Temperaturen. Oft halten sie sich an kühleren Orten auf als die Deutsche Schabe. Typisch sind unbeheizte Keller, Heizungs-, Maschinen-, Lüftungs- und Lagerräume, Liftschächte oder Waschküchen. Sie sind auch in der Kanalisation zu Hause. In Wohnhäusern findet man die Orientalische Schabe typischerweise im Keller oder den unteren Stockwerken, aber auch ab und zu in den dachnahen Geschossen. In Badezimmern beispielsweise hinter Toiletten-Spülkästen oder in Hohlräumen unter der Badewanne. Daneben finden wir sie auch in Bäckereien, Grossküchen, Wäschereien, Molkereien, Brauereien, Hallenbädern, Schlachthöfen und Schweinemästereien. In den warmen Monaten leben die Tiere draussen, ums Haus, im Winter ziehen sie sich ins Haus oder die Kanalisation zurück. Da die Tiere sehr wanderfreudig sind, können nicht nur einzelne Häuser sondern ganze Häuserzeilen und Innenhöfe befallen sein. Professionelle Schädlingsbekämpfungsfirmen haben Erfahrung im Aufspüren der Verstecke und Aufenthaltsorte der Orientalischen Schabe. Ausserdem kennen sie die neusten Bekämpfungstechniken und verfügen über wirksame Insektizide und Geräte, die für deren Ausbringung erforderlich sind.

Wo kann ich Schaben in meiner Wohnung finden

  • Befall erkennen

    Die Käfer erreichen eine Körperlänge von 3,5 bis 6 Millimetern. Sie haben einen schwarz gefärbten, dicht behaarten Körper, der stellenweise Bereiche mit heller Behaarung trägt. Je ein großer Fleck befindet sich in der Mitte der Deckflügel nahe der Flügeldeckennaht, je zwei weitere liegen seitlich hinter der Schulterbeule, wobei diese Flecke auch nicht ausgebildet sein können.

  • Befall lokalisieren

    In Haushalten oder Vorratslagern können sich die Larven von Attagenus unicolor in einer Vielzahl von tierischen Produkten wie Pelzen, Leder, Wollprodukten, Seide, Federn, Haaren oder Trockenfleisch entwickeln. Anders als die adulten Insekten, die von Lichtquellen angezogen werden, verhalten sich die Larven des Dunklen Pelzkäfers negativ phototaktisch – sie meiden die Helligkeit.

  • Gefahren durch Pelzkäfern

    Der Dunkle Pelzkäfer gilt als Materialschädling, da die Larven Wollprodukte, Felle oder Pelze zerstören. Vorzugsweise fressen die Tiere auf der Oberfläche von Wollprodukten, aber auch Felle werden zerstört, indem die Haare an der Basis abgebissen werden und so kahle Stellen auf der Haut zurückbleiben. Dadurch, dass sich die Larven von Attagenus unicolor auch von toten Insekten ernähren können, kann der Dunkle Pelzkäfer in Insektensammlungen von Museen mitunter große Schäden anrichten.

  • Befall bekämpfen

    Zur direkten Bekämpfung der Larven können dann Kontaktinsektizide wie z. B. Pyrethrum eingesetzt werden, die in mögliche Verstecke der Larven von Attagenus unicolor gesprüht werden müssen. Tritt der Dunkle Pelzkäfer als Schädling in Kleiderkammern oder lederverarbeitenden Betrieben auf, so kann man die Tiere dadurch bekämpfen, indem befallene Ware mit gasförmigen Insektiziden wie Phosphorwasserstoff, Stickstoff oder Kohlendioxid behandelt wird.

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