Obstfliegen 2017-06-27T16:42:53+00:00

Obstfliegen

Drosophilidae
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Obstfliegen

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Obstfliegen rechtzeitig erkennen

Obstfliegen (Drosophilidae), besser bekannt als Tau-, Essig- oder Fruchtfliege – ernährt sich von frischem und eingemachten Obst. Sie kann schon aus vielen Metern Entfernung riechen, wenn etwas faul ist. Und sobald sie sich am Obstkorb zu schaffen gemacht hat und die Früchte matschig sind, bleibt einem nichts anderes übrig als der Gang zum Müll. Doch damit nicht genug: Häufig sind Obstfliegen unser Gast, ohne dass wir es merken. Manchmal lagern die Weibchen ihre bis zu 400 Eier schon in der Einkaufstüte am Obst ab. Wenn das Obst erst befallen ist, dringen zahllose frisch geschlüpfte Fliegenkinder weiter ins Fruchtfleisch vor. In Österreich werden sie auch gemeinsam mit anderen kleinen Zweiflüglern als „Mücken“ bezeichnet. Es handelt sich bei ihnen um kleine, nur etwa ein bis sechs, meist zwei Millimeter lange Obstfliegen, die fast überall vorkommen: in feuchten Laubwäldern und an Waldrändern, aber auch in der Nähe menschlicher Behausungen. Sie werden von faulenden Früchten sowie Getränkeresten in offenen Flaschen angezogen, von deren gärenden Substanzen sie sich ernähren. Der deutsche Trivialname „Obstfliegen“ ist auf diese Vorliebe für faulendes Obst zurückzuführen. Der Name „Taufliegen“ leitet sich vom Verhalten der Tiere ab. Sie fliegen überwiegend morgens und abends, also zu jenen Zeiten, in denen sich häufig Tau niederschlägt.

Weltweit sind über 3000 Obstfliegen – Arten bekannt. Davon leben etwa 50 Obstfliegen – Arten in Deutschland. Man unterscheidet Wildarten, die ökologisch an Gehölze gebunden sind, und Kulturfolger, die sich an menschliche Lebensgewohnheiten angepasst haben und vorwiegend im Kompost und überall dort leben, wo Früchte lagern oder Fruchtsäfte gären. Kulturfolger sind beispielsweise Drosophila melanogaster, Sophophora simulans, Drosophila funebris, Drosophila busckii, Drosophila immigrans, Drosophila hydei und Drosophila repleta. Einige Obstfliegen – Wildarten kommen auch in Gärten, manche sogar in Häusern vor, wie zum Beispiel Sophophora subobscura und Drosophila limbata. Von den Kulturfolgern sind manche auch außerhalb von Siedlungen anzutreffen, aber sie können dort keine dauerhaften Populationen aufbauen.

Die richtige Temperatur ist entscheidend für das Schlüpfen der Fliegen. Die aus den Tropen stammende Plage entwickelt sich besonders gut bei 25 Grad: Ein Fruchtfliegenpaar kann dann innerhalb von nur einem Monat eine Familie von 100.000 Fliegen zeugen. Bei kühlerem Wetter sind die kleinen Fliegen weniger produktiv. Wo sie im Winter sind, ist ein Rätsel.

Am bekanntesten ist die Art Drosophila melanogaster, die zwei bis drei Millimeter lang wird, gelbbraun gefärbt ist, schwarze Hinterleibsringe und rote Augen besitzt und im 20. Jahrhundert zu einem Standard-Untersuchungsobjekt der Genetik wurde.

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Wie kann ich Obstfliegen vermeiden

Die Essigfliegen leben und vermehren sich an reifenden oder faulenden Früchten, Gemüse und gärenden Säften, wie Wein, Essig, Bier, Frucht- und Gemüsesäften. Sie können sich aber auch an faulendem Pflanzenmaterial, z.B. auf einem Komposthaufen entwickeln. Sie leben vor allem von den sich dabei entwickelnden Hefen. Oft werden sie mit reifen Früchten aus dem Lebensmittelgeschäft nach Hause gebracht, sie können aber auch vom Kompost oder vom Fallobst im Garten her ins Haus einfliegen.

Die Taufliege oder Fruchtfliege ist bei den Menschen weniger beliebt. Sie ist nicht nur unangenehm, weil ihre Larven Obst gammlig machen. Sie ist auch ungesund, weil sie Keime verschleppt und damit ebenfalls den Fäulnisprozess beschleunigt. Weil die Eier der Fliege oft schon auf der Obstschale sitzen, sollte man Früchte mit lauwarmen Wasser abwaschen und mit einer weichen Bürste abreiben. In den warmen Sommermonaten gilt: Obstschalen sauber halten, Mülleimer täglich entleeren und Obst im Kühlschrank aufgewahren. Unter 10° C findet keine Entwicklung statt. Wenn Sie keine Essigfliegen-Zucht in Ihrem Abfallsack wollen, sollten Sie Gemüse- und Fruchtabfälle während der warmen Jahreszeit getrennt vom Abfall in einem geschlossenen Behälter sammeln und diesen außerhalb der Wohnung lagern. Ideal wäre eine Kompostierung dieser Abfälle. Leere Wein-, Bier- und Saftflaschen, die eine Zeit lang in der Küche gelagert werden, müssen Sie in der warmen Saison gut ausspülen, damit sich in den Getränkeresten keine
Larven entwickeln. Haben Sie Gärten mit Komposthaufen oder Fruchtbäumen in der Nähe, können die Fliegen beim Lüften über Fenster in die Wohnung eindringen.

Im Haushalt sind Essigfliegen bei massenhaftem Auftreten sehr lästig, weil sie uns vor dem Gesicht herumfliegen und in Getränken und Esswaren landen. An reifen Früchten beschleunigen sie die Fäulnisbildung, richten aber sonst keinen Schaden an. In lebensmittelverarbeitenden Betrieben, vor allem in der Getränkeindustrie, sind sie schädlich, weil sie Mikroorganismen übertragen und Fehlgärungen verursachen können. Lebensmittel können durch Keimverschleppung verderben.

Wenn Sie auch beim Fliegenklatschen scheitern, bieten wir ihnen spezielle Fruchtfliegen-Fallen zum Aufstellen zu kaufen an.

Wo findet man Obstfliegen im Haus

  • Befall erkennen

    Die Erwachsenen Obstfliegen ernähren sich hauptsächlich von verrottenden Pflanzen und Früchten. Das Weibchen legt die Eier in der Regel auf gereifte, leicht verrotendende Früchte, so dass die Larven nach dem Schlupf sich von den Früchten ernähren können. In einigen Regionen wird die Schwarzbäuchige Taufliege als Schädling betrachtet.

  • Befall lokalisieren

    Die Schwarzbäuchige Taufliege erreicht eine Körperlänge von etwa etwa 3,0 Millimeter und eine Breite von etwa 2,0 Millimeter, wobei das Weibchen etwas größer ist als das Männchen. Wie alle Arten aus der Gattung Drosophila ist die Schwarzbäuchige Taufliege mit einem Chitinpanzer bedeckt, hat drei Körpersegmente und drei Paar segmentierte Beine. In der Regel weist die Schwarzbäuchige Taufliege eine gelbbraune Färbung auf. Des Weiteren hat sie einen runden Kopf mit großen roten Facettenaugen, daneben zeigen sich noch drei kleinere einfache Augen und kurze Fühler. Die Mundwerkzeuge sind für die Aufnahme von Flüssigkeiten optimal entwickelt. Auf der dorsalen Fläche des Bauches sind schwarze Streifen erkennbar. Ferner weisen die Männchen am hinteren Ende des Abdomens eine konzentrierte schwarze Pigmentierung auf. Am mittleren Segment der Brust befindet sich ein einziges Paar Flügel. Am letzten Segment des Thorax zeigt sich eine Reihe von rudimentären Flügeln, die wie knorrige Gleichgewichtsorgane aussehen. Diese zu sogenannten Schwingkölbchen reduzierten Flügel werden als Halteren bezeichnet. Die Schwarzbäuchige Taufliege durchläuft eine vollständige Metamorphose. Dabei wandelt sich das Tier von einer Larve (Larva) zu einer unbeweglichen Puppe (Pupa) und schlüpft daraus als adultes Tier (vollständige Metamorphose). Die Larven sind winzige segmentierte, fußlose weiße Maden. Der Kopf setzt sich deutlich vom Körper ab.

  • Gefahren durch Obstfliegen

    Das Verhalten der Schwarbäuchigen Taufliege kann als ziemlich simpel betrachtet werden. Sie wird buchstäblich durch den Geruch von Nahrung angezogen. Auch in der Paarung ist die Schwarzbäuchige Taufliege nicht wählerisch, denn fast wahllos paart sie sich mit jedem Individuum des anderen Geschlechts. Auf dem Rücken befinden sich feine Härchen, die empfindlich auf Luftströmungen reagieren. Die Augen sind empfindlich gegen leichte Unterschiede in der Lichtintensität. Sie fliegt instinktiv weg, wenn sie einen Schatten oder eine Bewegung wahrnimmt. Die Schwarzbäuchige Fliege neigt dazu, in Richtung Licht zu fliegen, dabei steuert sie die hellste Lichtquelle an.

  • Befall bekämpfen

    Sollten sich Wespen oder Hornissen an ungünstiger Stelle angesiedelt haben, wenden Sie sich an den IHD Schädlingsbekämpfer in ihrer Nähe. Manchmal gibt es die Möglichkeit das Nest schonend umzusiedeln, anstatt es gleich dem Kammerjäger zu überlassen. Falls die Abtötung unumgänglich ist, sollte dies einem IHK geprüften Schädlingsbekämpfer mit Zulassung zur Umsiedlung von Wespen, Bienen und Hornissen überlassen werden. Er erklärt und zeigt ihnen welche Mittel, insbesondere bei der Abtötung von Wespennestern in Rollladenkästen etc. eingesetzt werden dürfen. Hier kann es zu unnötigen Raumluftkontamination kommen, wenn ungeeignete Mittel zur Bekämpfung von Wespen eingesetzt werden. Also unbedingt auf die Zulassungen und Sachkundenachweise der beauftragten Firma achten und nicht nur auf den Preis.

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