Messingkäfer 2017-06-27T16:19:36+00:00

Messingkäfer der Materialschädling

Niptus hololeucus

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Der Messingkäfer wird 2,6 bis 4,6 Millimeter groß und hat eine spinnenähnliche Gestalt, da der Kopf kaum aus dem kugelförmigen Halsschild hervorragt, dieser jedoch von dem fast halbkugeligen Hinterleib deutlich abgeschnürt ist. Auffällig ist die dichte goldgelbe Behaarung des dunkel rotbraunen Insekts. Die Schenkel sind keulenförmig verdickt, die recht langen Antennen weisen keine Fühlerkeule auf. Die Käfer besitzen keine Hinterflügel und sind daher flugunfähig.

Der ursprünglich pontisch vorkommende Messingkäfer wurde durch den Menschen verschleppt und ist heute weltweit verbreitet. In Europa trat er allerdings erst seit 1837, wo er zum ersten Mal in England an Schweinsborsten aus Südrussland gemeldet wurde, häufiger in Erscheinung.

Der Messingkäfer lebt vor allem in alten Häusern unter Dielen oder in Wänden. Die Käfer sind nachtaktiv und fressen die unterschiedlichsten organischen Stoffe: Textilien, Federn, Pelze, Knochen, Kot, tote Insekten, Leder, Papier, sogar Spinnweben. Gerade bei Ausbauten oder Sanierungen werden sie aus ihren Schlupfwinkeln vertrieben und fallen dann durch massenhaftes Vorkommen in den Wohnräumen auf. Auch wenn der materielle Schaden meist begrenzt ist, können die Messingkäfer dann den Hausbewohnern lästig werden.

Das Weibchen legt etwa hundert Eier, die Larven ernähren sich von allen möglichen pflanzlichen Abfallstoffen wie Getreide, Mehl, Kräutertee oder auch tierischer Kost wie Badeschwämmen, Häuten, Kot oder Fischmehl. Die Larve verpuppt sich in einem Kokon, wo sie nach 18 Tagen schlüpft. Insgesamt dauert die Gesamtentwicklung vom Ei bis zum Erscheinen der Käfer gut vier Monate.

Vor Beginn der Bekämpfungsmaßnahmen muss zunächst der Befallsherd lokalisiert werden. Grundsätzlich müssen alle Hohlräume, in denen sich die Tiere aufhalten und vermehren könnten untersucht werden. Hierzu zählen u. a. Geschossdecken die pflanzliches Füllmaterial enthalten, Hohlräume in Dachschrägen und Dachgeschoßausbauten oder längere Zeit nicht benutzte Schornsteine. Zur Bekämpfung können Kontaktinsektizide oder Kieselgur-Präparate verwendet werden, die in die Versteckplätze der Tiere ausgebracht werden müssen. Tritt Niptus hololeucus in Silos oder Lagerhallen auf, so können die gasförmigen Insektizide Stickstoff, Kohlendioxid oder Phosphorwasserstoff eingesetzt werden

Wo kann ich Messingkäfer in meiner Wohnung finden

  • Befall erkennen

    Die Käfer erreichen eine Körperlänge von 3,5 bis 6 Millimetern. Sie haben einen schwarz gefärbten, dicht behaarten Körper, der stellenweise Bereiche mit heller Behaarung trägt. Je ein großer Fleck befindet sich in der Mitte der Deckflügel nahe der Flügeldeckennaht, je zwei weitere liegen seitlich hinter der Schulterbeule, wobei diese Flecke auch nicht ausgebildet sein können.

  • Befall lokalisieren

    In Haushalten oder Vorratslagern können sich die Larven von Attagenus unicolor in einer Vielzahl von tierischen Produkten wie Pelzen, Leder, Wollprodukten, Seide, Federn, Haaren oder Trockenfleisch entwickeln. Anders als die adulten Insekten, die von Lichtquellen angezogen werden, verhalten sich die Larven des Dunklen Pelzkäfers negativ phototaktisch – sie meiden die Helligkeit.

  • Gefahren durch Speckkäfern

    Der Dunkle Pelzkäfer gilt als Materialschädling, da die Larven Wollprodukte, Felle oder Pelze zerstören. Vorzugsweise fressen die Tiere auf der Oberfläche von Wollprodukten, aber auch Felle werden zerstört, indem die Haare an der Basis abgebissen werden und so kahle Stellen auf der Haut zurückbleiben. Dadurch, dass sich die Larven von Attagenus unicolor auch von toten Insekten ernähren können, kann der Dunkle Pelzkäfer in Insektensammlungen von Museen mitunter große Schäden anrichten.

  • Befall bekämpfen

    Zur direkten Bekämpfung der Larven können dann Kontaktinsektizide wie z. B. Pyrethrum eingesetzt werden, die in mögliche Verstecke der Larven von Attagenus unicolor gesprüht werden müssen. Tritt der Dunkle Pelzkäfer als Schädling in Kleiderkammern oder lederverarbeitenden Betrieben auf, so kann man die Tiere dadurch bekämpfen, indem befallene Ware mit gasförmigen Insektiziden wie Phosphorwasserstoff, Stickstoff oder Kohlendioxid behandelt wird.

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