Lebensmittelmotten: Wenn Hausmittel versagen 2017-06-20T13:38:48+00:00

Dürrobstmotte

Plodia interpunctella

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Von CSIRO, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=35479191

Mit Hilfe der IHD Schädlingsbekämpfung Lebensmittelmotten erfolgreich bekämpfen

Zum Sammelbegriff der Lebensmittelmotten (Plodia interpunctella) gehört neben der häufigen Dörrobstmotte auch die Mehl-, Korn- und Speichermotte. Kleidermotten leben nicht von Esswaren sondern von Textilien wie Wolle, Fellen und anderen tierischen Produkten. Sie sind nur 6 bis 8 mm lang, strohgelb und glänzend können Sie jederzeit als Eier mit Lebensmitteln ins Haus bringen. Wenn die Vorräte genügend lang an der Wärme herumstehen, können sich daraus Larven entwickeln, welche so lange von unseren Nahrungsmitteln fressen, bis sie sich verpuppen. Originalverpackungen sind nicht dicht, die Larven können sie durchbeissen oder durch Ritzen schlüpfen. Wichtig ist, dass Sie alle Ihre Vorräte auf Befall kontrollieren und in dichte Behälter, zum Beispiel Einmachgläser abfüllen.

Als Motten beziehungsweise Lebensmittelmotten bezeichnet man umgangssprachlich Nachtfalter; im engeren biologischen Sinn handelt es sich dabei um Kleinschmetterlingsfamilien. Motten gibt es in vielen verschiedenen Arten. Zu den bekanntesten und am häufigsten auftretenden Motten zählen die Lebensmittelmotten und die Kleidermotten. Weitere Unterarten sind beispielsweise Mehlmottenm und die Dörrobstmotten (Plodia interpunctella), auch Vorratsmotten oder Hausmotten genannt, ist ein Schmetterling aus der Familie der Zünsler (Pyralidae). Die Dörrobstmotten sind in den warm-gemäßigten und subtropischen Klimagebieten Vorderasiens und den Mittelmeerländern beheimatet, wo sie sich an vertrockneten Baumfrüchten wie Datteln, Feigen und Aprikosen entwickelt. Inzwischen ist sie kosmopolitisch weltweit verbreitet und bedingt durch ihre hohe Anpassungsfähigkeit und Nahrungstoleranz die häufigste in Privathaushalten vorkommende Lebensmittelmotte. Die Lebensmittelmotten sind ein verbreiteter Vorratsschädling.

  • Dörrobstmotten bevorzugen Nüsse, Backwaren, Gewürze, etc.
  • Mehlmotten bevorzugen Mehlprodukte, Backwaren, etc.
  • Getreidemotten bevorzugen Getreideprodukte
DIE HÄUFIGSTEN VORKOMMENDEN ARTEN VON LEBENSMITTELMOTTEN SIND

Lebensmittelmotten haben eine Flügelspannweite von 13 bis 20 Millimetern und eine Körperlänge von 4 bis 10 Millimetern. Der basale Teil des Vorderflügels ist hellgrau bis graugelb gefärbt, der übrige Teil ist heller oder dunkler kupferrot gefärbt. Larven: 1.5 bis 15 mm lange, gelbweisse Raupe mit abgesetztem, dunkelbraunem Kopf. Häufig wird sie als “Würmchen” angesprochen. Sie besitzt vorne drei kurze Beinpaare und hinten vier Nachschieber, die es ihr ermöglichen, an glatten Flächen hochzuklettern. Die Entwicklung führt, wie bei allen Schmetterlingen, über vier Stadien: Ei, Larve, Puppe, Falter (hier eine Motte). Die Eier werden möglichst nahe an eine Futterquelle abgelegt. Die daraus schlüpfenden Larven der Lebensmittelmotten fressen in den Nahrungsmitteln und spinnen das Material mit feinen Fäden zusammen, wodurch Klumpen entstehen.

Die Gesamtentwicklung dauert bei 30 °C ca. 30 Tage, bei 20 °C bis zu ca. 74 Tage. Die erwachsene Dörrobstmotten leben ca. 10 bis 14 Tage und nehmen dabei keine Nahrung mehr auf.

Aus den bis zu 300 Eiern (Durchmesser < 0.5 mm) der Dörrobstmotten schlüpfen schon nach 3–4 Tagen stark unterschiedlich gefärbte Raupen, die sich im Laufe ihrer Entwicklung 3- bis 5-mal häuten und bis zu 17 Millimetern Länge erreichen können. Die Larven der Lebensmittelmotten sitzen gerne in Gespinströhrchen und verpuppen sich nach einiger Zeit in Verstecken außerhalb des Nahrungsvorrates. Die Entwicklung der Motte dauert bei optimalen Verhältnissen 32 bis 38 Tage. Dörrobstmotten sind kälteempfindlich, können aber bei guten Bedingungen mehrere Generationen Nachwuchs pro Jahr bekommen. Die Lebensmittelmotten leben bis zu zwei Wochen.

Die Raupen der Lebensmittelmotten haben ein außergewöhnlich unfangreiches Nahrungsspektrum, welches von Getreide, Getreideprodukten und Sämereien aller Art über Trockenfrüchte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Schokolade, Kakao, Kaffee, Tee, Gewürze bis, in Ausnahmefällen, hin zu frischen Obst wie Äpfel, Pfirsiche, Datteln etc. reicht.

In Lebens- oder Futtermittel verarbeitenden Betrieben ist zusätzlich der Einsatz von Pheronomfallen im Rahmen eines Monitorings zu empfehlen.

Wie kann man Lebensmittel in der die Küche vor Lebensmittelmotten schützen

Grundvoraussetzung für jeden Behandlungserfolg sind solides Fachwissen, Know-how, Qualität, motivierte und geschulte Mitarbeiter, beste Kenntnisse über die Verhaltensweise der Dörrobstmotte und die speziell dafür entwickelten Insektizide. Die exakte Vorgehensweise ist oft von der Art des Schädlings und von den lokalen Gegebenheiten (Beschaffenheit der Räume) abhängig. Daher ist eine gute Beratung der Grundstein für jeden Erfolg und somit auch bei Lebensmittelmotten-Bekämpfung!

Raupen der Lebensmittelmotten entwickeln sich nie außerhalb von Nahrungsmitteln. Diese sollten nicht längere Zeit offen herumstehen, damit die Weibchen keine Gelegenheit haben, ihre Eier darin abzulegen. Dicht schließende Behälter wie Einmachgläser schützen die darin enthaltenen Produkte vor Schädlingsbefall. Blechdosen mit Stülpdeckeln oder Gläser mit Schraubverschluss sind nicht dicht genug. Bei kühler Lagerung (unter 10° C) vermögen sich keine Insekten zu entwickeln. Eine nicht zu große Vorratshaltung vermindert das Risiko eines Schädlingsbefalles.

Wo kann ich Lebensmittelmotten in meiner Wohnung finden

  • Befall erkennen

    Die Käfer erreichen eine Körperlänge von 3,5 bis 6 Millimetern. Sie haben einen schwarz gefärbten, dicht behaarten Körper, der stellenweise Bereiche mit heller Behaarung trägt. Je ein großer Fleck befindet sich in der Mitte der Deckflügel nahe der Flügeldeckennaht, je zwei weitere liegen seitlich hinter der Schulterbeule, wobei diese Flecke auch nicht ausgebildet sein können.

  • Befall lokalisieren

    In Haushalten oder Vorratslagern können sich die Larven von Attagenus unicolor in einer Vielzahl von tierischen Produkten wie Pelzen, Leder, Wollprodukten, Seide, Federn, Haaren oder Trockenfleisch entwickeln. Anders als die adulten Insekten, die von Lichtquellen angezogen werden, verhalten sich die Larven des Dunklen Pelzkäfers negativ phototaktisch – sie meiden die Helligkeit.

  • Gefahren durch Speckkäfern

    Der Dunkle Pelzkäfer gilt als Materialschädling, da die Larven Wollprodukte, Felle oder Pelze zerstören. Vorzugsweise fressen die Tiere auf der Oberfläche von Wollprodukten, aber auch Felle werden zerstört, indem die Haare an der Basis abgebissen werden und so kahle Stellen auf der Haut zurückbleiben. Dadurch, dass sich die Larven von Attagenus unicolor auch von toten Insekten ernähren können, kann der Dunkle Pelzkäfer in Insektensammlungen von Museen mitunter große Schäden anrichten.

  • Befall bekämpfen

    Zur direkten Bekämpfung der Larven können dann Kontaktinsektizide wie z. B. Pyrethrum eingesetzt werden, die in mögliche Verstecke der Larven von Attagenus unicolor gesprüht werden müssen. Tritt der Dunkle Pelzkäfer als Schädling in Kleiderkammern oder lederverarbeitenden Betrieben auf, so kann man die Tiere dadurch bekämpfen, indem befallene Ware mit gasförmigen Insektiziden wie Phosphorwasserstoff, Stickstoff oder Kohlendioxid behandelt wird.

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