Kleidermotten 2017-06-27T16:32:16+00:00

Kleider- oder Textilmotte

Tineola bisselliella

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Textilmotten erkennen

Die Kleidermotten (Tineola bisselliella) ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der echten Motten (Tineidae) mit weltweiter Verbreitung. Der Flügel der etwa sechs bis neun Millimeter großen Kleidermotte sind je nach Farbe der Nahrung hellgelb bis dunkelbraun glänzend, bewimpert, weisen keine Zeichnung auf und sind dachartig über den Rücken gefaltet. Flügelspannweite beträgt etwa 10 bis 15 Millimeter.

In der Natur leben die Larven in Nestern von Vögeln und Säugetieren, wo sie sich von Tierhaaren ernähren. Als Schädling von Textilstoffen ist die Kleidermotten in menschlichen Behausungen auf der ganzen Welt verbreitet. Die Flugzeit ist von Mai bis September.

Der Befall von Kleidermotten sind kein Anzeichen mangelnder Hygiene.

In der Wärme von Wohn- und Lagerräumen legt ein Weibchen bis zu 300 Eier ab – jedes einzeln, beispielsweise auf Kleidung oder Möbel. Nach 14 Tagen schlüpft der Nachwuchs. Folgende Materialien werden befallen: Wollprodukte (Pullover, Wintermützen, Handschuhe, Socken usw.), Pelze, Polsterhaare, Bürstenborsten sowie Federn und Tierhäute. Besonders beliebt sind ungewaschene Kleider, bei denen Schweiss, Harn- und Schmutzrückstände eine gute Nahrungsergänzung bilden. Auch Mischgewebe mit einem Anteil von mehr als 20 % Wolle können befallen werden. Befallene Kleidungsstücke weisen Löcher von unregelmässigen Formen mit zerfransten Rändern auf, oft sind auch Köcher oder deren Rückstände sichtbar. Bei Pelzen sind die Haare an der Basis abgefressen und es treten durch den Haarausfall kahle Stellen auf. Besonders gefährdet sind Kleidungsstücke, die über mehrere Monate nicht benötigt werden sowie textile Bodenbeläge, die sich unter Möbeln befinden. Nicht befallen werden pflanzliche Produkte wie Baumwolle oder Leinen. Auch synthetische Kunstfasern und Seide werden in der Regel nicht befallen. Bei einem starken Befall können diese Materialien trotzdem geschädigt werden. Kleidermotten beschädigen weder Nahrungsmittel noch Holz oder ähnliche Materialien.

Die Larven der Motte benötigen das in Tierhaaren (Wolle, Pelze, Felle) enthaltene Protein Keratin. Rein pflanzliche und synthetische Gewebe werden von den Raupen gefressen, jedoch nicht verdaut; insbesondere gemischte Kleidung mit Wollanteil ist daher gefährdet. Papier und Holz werden von der Kleidermotte nicht befallen. Bei lange gelagerter Kleidung kann eine Massenvermehrung erfolgen.

kleidermotten in jeans kleidermotten Kleidermotten kleidermotten in jeansNach etwa drei Monaten beginnt die Verpuppung. Dafür baut sich der künftige Nachtfalter bis zu 15 Zentimeter lange Röhren. Schlüpft die Kleidermotte, ist sie für Textilien keine Gefahr mehr. Das Mundwerkzeug des Tiers ist verkümmert und zur Aufnahme von Nahrung nicht mehr geeignet – etwa zwei bis drei Wochen später stirbt die Kleidermotte. Doch trotz der kurzen Lebensdauer haben Motten genügend Zeit, sich zu paaren und die Eier für die nächste Generation zu legen.

Raupen entwickeln sich nie ohne die genannten Textilien, bzw. tierischen Häute, Haare oder Federn. Teppiche, die Wolle enthalten, sind häufig gegen Teppichschädlinge (Kleidermotten, Teppichkäfer) imprägniert. Textilien aus Wolle sollten Sie bei längerer Lagerung nur gereinigt in gut schließenden Kästen oder Behältern mit Mottenpapier
aufbewahren. Häufiges Staubsaugen und Ausklopfen von Teppichen beugt einem Befall vor, ebenso häufiges Ausklopfen und Auslüften der Kleider bei sonnigem Wetter. Eine kühle und trockene Lagerung vermindert die Gefahr des Befalls. Bei 5.5° C können sich die Larven nicht weiter entwickeln, abgetötet werden sie aber nur durch extreme Temperaturschwankungen mit Minustemperaturen. Durch visuelle Kontrollen können Sie einen Kleidermottenbefall frühzeitig entdecken. Besonders zusammengerollte Wollteppiche sollten Sie regelmässig kontrollieren.

Wenn Motten das Licht umschwärmen, sind Fliegenklatsche und Zeitung nutzlos. Die Kleidermotte, die sich um Lampe oder Kerze tummelt, ist meist das Männchen, auf der Suche nach einem paarungswilligen Artgenossen. Ist das Weibchen befruchtet, hat es sich längst zwischen Spalten und Ritzen gemütlich eingerichtet, denn zum Fliegen hat die weibliche Kleidermotte meist keine Lust.

Fliegen Motten im Zimmer herum, müssen Sie nach der Quelle suchen. Zur erfolgreichen Bekämpfung müssen Sie den gesamten Befallsherd ermitteln. Dazu müssen Sie alle
Textilien, die als Nahrungsgrundlage für die Insekten dienen könnten, auf Befall prüfen. Finden Sie in bzw. unter den Textilien Raupen, Gespinste oder Spinnfäden, müssen Sie die befallenen Kleidungsstücke aussondern und waschen (evtl. Trockenreinigen). Teppiche können Sie einem Teppichhändler zur Reinigung und Neu-Imprägnierung gegen Schädlinge bringen. Spannteppiche können Sie mit einem Dampfreiniger reinigen. Die Hitze tötet die Mottenlarven im Teppich ab. Die im Handel erhältlichen Lockstofffallen (Pheromonfallen) sind geeignet für den Nachweis der Motten in industriellen Betrieben. Sie locken jedoch nur Männchen an, nicht aber die Weibchen. Daher können Sie einen Befall mit Fallen allein nicht bekämpfen. Bei einem starken Auftreten, vor allem an unzugänglichen Stellen, sollten Sie eine Schädlingsbekämpfungsfirma mit der Bekämpfung
beauftragen.

Wo kann ich Kleidermotten in meiner Wohnung finden

  • Befall erkennen

    Die Kleidermotte (Tineola bisselliella) ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Echten Motten (Tineidae) mit weltweiter Verbreitung. Die Flügel der etwa sechs bis neun Millimeter großen Kleidermotte sind je nach Farbe der Nahrung hellgelb bis dunkelbraun glänzend, bewimpert, weisen keine Zeichnung auf und sind dachartig über den Rücken gefaltet. Die Flügelspannweite beträgt etwa 10 bis 15 Millimeter.

  • Befall lokalisieren

    Die Larven der Kleidermotte benötigen das in Tierhaaren (Wolle, Pelze, Felle) enthaltene Protein Keratin. Rein pflanzliche und synthetische Gewebe werden von den Raupen gefressen, jedoch nicht verdaut; insbesondere gemischte Kleidung mit Wollanteil ist daher gefährdet. Papier und Holz werden von der Kleidermotte nicht befallen. Bei lange gelagerter Kleidung kann eine Massenvermehrung erfolgen.

  • Gefahren durch Speckkäfern

    Kleidermotten sind kein Anzeichen mangelnder Hygiene, sondern zeigen, welche Stoffe im Schrank hängen: Durch Baumwolle und synthetische Textilien frisst sich die Raupe höchst selten.

  • Befall bekämpfen

    So kann man der Brut des Nachtfalters mit chemischen Mitteln wirksam vorbeugen. Doch in den Produkten ist meist Pyrithrum verarbeitet, eine aus Chrysanthemenblüten gewonnen Substanz.

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