Flöhe 2017-06-26T14:14:36+00:00

Flöhe

Siphonaptera
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Flöhe auf der Haut

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Vor Flöhen haben viele Menchen eine gewisse Abscheu. Das sollten sie über Flöhe wissen.

Flöhe werden 2-4 mm groß, sind braun bis schwarz gefärbt und flügellos. Mit ihren spezialisierten, kräftigen Hinterbeinen können sie aber Sprünge von bis zu einem halben Meter Weite durchführen. Charakteristisch sind der harte Chitinpanzer und der seitlich abgeplattete Körper, der es ihnen erlaubt, sich selbst durch dichtes Haarkleid fortzubewegen. Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale bei Flöhen sind die nach hinten gerichteten Borsten und Zahnkämme (Ctenidien), die dem Halt im Haarkleid dienen.

Flöhe sind Parasiten, die auf Säugetieren oder Vögeln bzw. in deren Nestern und Schlafstätten leben. Es wird zwischen Nest- und Pelzflöhen unterschieden, wobei Katzen-, Hunde- und Menschenfloh zu den Nestflöhen zählen, der Rattenfloh hingegen zu den Pelzflöhen. Nestflöhe leben in Verstecken in dunkler, trockener und möglichst ungestörter Umgebung und springen in der Nacht auf den Schläfer, um Blut zu saugen. Die Eiablage erfolgt vorwiegend im Versteck. Aus diesem Grund findet man Eier, Larven und Puppen von Katzen- und Hundeflöhen hauptsächlich in den Schlafstätten der Tiere, sowie der Umgebung, wie in Teppichen, in Bodenritzen und auf Polstermöbeln. Pelzflöhe (Rattenfloh) dagegen leben dauerhaft im Fell von Tieren. Sowohl Hund-, Katzen als auch Rattenfloh können auf den Menschen überspringen.

Der durch Flöhe angerichtete Schäden beschränkt sich nicht nur auf die Stichbelästigung, sondern beruht vor allem auf der Übertragung von Krankheitserregern. Flöhe sind Zwischenwirte des Bandwurms und können verschiedene Viren und Bakterien übertragen.

Entgegen der verbreiteten Meinung saugt der Flöhe nicht artspezifisch. Die am häufigsten auftretende Flohart sind die Katzenflöhe. Verursacher eines Flohbefalls können außer den eigenen Haustieren auch Vogelnester in Wohnnähe oder Mäuseplagen sein.

Sowohl Männchen als auch Weibchen saugen mehrmals am Tag und verlassen danach ihren Wirt wieder. Sie paaren sich am Boden, wo das Weibchen dann auch täglich ca. 20 Eier, insgesamt bis zu 2000 Eier, in den Bodenfugen ablegt. Nach ca. 6 Wochen ist die Entwicklung vom Ei über die Larve zur Puppe abgeschlossen. Das Schlüpfen der Puppen erfolgt aber erst durch einen Außenreiz, wie die Bodenschwingungen durch nahende Schritte, den Geruch oder die Wärme eines Wirtes. Das erklärt auch die Menge der plötzlich hochspringenden Flöhe beim Betreten einer leeren Wohnung.

Springt ein Vertreter dieser Arten auf den Menschen über, so verursacht er dort durch seinen Stich eine kleine Wunde mit einem mehr oder minder intensiven und großflächigen Juckreiz, welcher in der Regel dazu führt, dass die Menschen nachts unbemerkt daran kratzen. Das Ergebnis sind offene Stellen in der Haut, die sich auch entzünden können. Charakteristisch ist, dass die Stiche fast immer in Reihen liegen, weil die Flöhe leicht irritiert werden bzw. Probestiche vornehmen.

Durch Flohstiche können Bakterien (z. B. Streptokokken und Staphylokokken) übertragen werden, welche möglicherweise verstärkt durch das Kratzen bei Juckreiz zu Entzündungen an der Stichstelle führen.

Der Menschenfloh (Pulex irritans) kann in seltenen Fällen durch seinen Stich/Biss die Pest auf mechanischem Wege übertragen. Speziell der Rattenfloh (Xenopsylla cheopis), der Pestfloh, ist durch seinen Stich/Biss schon lange als biologischer Überträger der Pest bekannt (siehe auch Infektionsweg). Hunde- und Katzenflöhe bleiben in der Regel auf ihren üblichen Wirten, doch bei engerem Zusammenleben gehen sie auch gerne auf den Menschen über.

Von tropischen Floharten können die Erreger von Pest, Tularämie und murinem bzw. endemischem Fleckfieber (Erreger: Bakterium Rickettsia mooseri, Vektor: in erster Linie Ratten- und flohähnliche Mäuseflöhe (Leptinus testaceus) Mueller) übertragen werden. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist bei diesen Flöhen nicht möglich.

Wo kann ich Flöhe in meiner Wohnung finden

  • Befall erkennen

    Die Käfer erreichen eine Körperlänge von 3,5 bis 6 Millimetern. Sie haben einen schwarz gefärbten, dicht behaarten Körper, der stellenweise Bereiche mit heller Behaarung trägt. Je ein großer Fleck befindet sich in der Mitte der Deckflügel nahe der Flügeldeckennaht, je zwei weitere liegen seitlich hinter der Schulterbeule, wobei diese Flecke auch nicht ausgebildet sein können.

  • Befall lokalisieren

    In Haushalten oder Vorratslagern können sich die Larven von Attagenus unicolor in einer Vielzahl von tierischen Produkten wie Pelzen, Leder, Wollprodukten, Seide, Federn, Haaren oder Trockenfleisch entwickeln. Anders als die adulten Insekten, die von Lichtquellen angezogen werden, verhalten sich die Larven des Dunklen Pelzkäfers negativ phototaktisch – sie meiden die Helligkeit.

  • Gefahren durch Flöhe

    Der Dunkle Pelzkäfer gilt als Materialschädling, da die Larven Wollprodukte, Felle oder Pelze zerstören. Vorzugsweise fressen die Tiere auf der Oberfläche von Wollprodukten, aber auch Felle werden zerstört, indem die Haare an der Basis abgebissen werden und so kahle Stellen auf der Haut zurückbleiben. Dadurch, dass sich die Larven von Attagenus unicolor auch von toten Insekten ernähren können, kann der Dunkle Pelzkäfer in Insektensammlungen von Museen mitunter große Schäden anrichten.

  • Befall bekämpfen

    Zur direkten Bekämpfung der Larven können dann Kontaktinsektizide wie z. B. Pyrethrum eingesetzt werden, die in mögliche Verstecke der Larven von Attagenus unicolor gesprüht werden müssen. Tritt der Dunkle Pelzkäfer als Schädling in Kleiderkammern oder lederverarbeitenden Betrieben auf, so kann man die Tiere dadurch bekämpfen, indem befallene Ware mit gasförmigen Insektiziden wie Phosphorwasserstoff, Stickstoff oder Kohlendioxid behandelt wird.

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