Feldmäuse 2016-10-13T16:03:05+00:00

Feldmäuse

Microtus arvalis

feldmaus auf dem acker feldmäuse Feldmäuse feldmaus auf dem acker

feldmaus in der wiese feldmäuse Feldmäuse feldmaus in der wiese

feldmaus-beim-fressen feldmäuse Feldmäuse feldmaus beim fressenDie Kopf-Rumpf-Länge der Feldmäuse beträgt 90–120 mm, die Schwanzlänge 25–38 mm, die Länge des Hinterfußes 14,5–16 mm, selten bis 17 mm und die Ohrlänge 9–12 mm. Die Tiere wiegen meist 18-40 g, selten bis 51 g.

Feldmäuse fressen Gras, Kräuter, Sämereien und Getreide. Die Tiere leben in mäßig dichten bis sehr dichten Kolonien in komplexen Erdbauen. Die Eingänge der Baue sind über ein verzweigtes System oberirdischer und zum Teil viele Meter langer Laufgänge miteinander verbunden. In hohem Schnee werden diese Laufgänge nach oben mit Erde ausgekleidet. Die Kotplätze befinden sich in den Laufgängen. Feldmäuse sind tag- und nachtaktiv. Eine Aktivitätsphase dauert drei bis vier Stunden, worauf dann eine ebensolange Ruhephase folgt.

Feldmäuse legen ihre Baue in frische bis mäßig trockene Böden mit tief liegendem Grundwasserstand an. Ihr Baueingang misst 3,5 cm und im Gegensatz zu Maulwurfshügeln und Scherhaufen ist der Auswurf gering und um das Loch gestreut. Denn wie alle Wühlmäuse gräbt sie mit den Vorderfüßen und schiebt anfallende Erde unter dem Bauch zu den Hinterbeinen, mit denen sie das Material weiterbefördert. Sie bewegt sich dabei stets in Richtung Ziel, wodurch die lose Erde zusätzlich gefestigt wird. Das Tunnelsystem steht mit Laufwegen im Gras in Verbindung, welche durch das Wegfressen der vorhandenen Vegetation gekennzeichnet sind und in erster Linie zur Flucht dienen. Oberirdische und unterirdische Gänge sind mit Fallröhren ausgestattet und werden von der gesamten Kolonie genutzt. Zum Schutz vor Oberflächenwasser gräbt sie Gänge zunächst sehr tief, bevor sie wieder nach oben führen. Die meisten davon befinden sich mindestens 30 cm im Boden. Noch tiefer gelegene, selten genutzte Tunnelsysteme des Maulwurfs werden vor allem bei Frost mitgenutzt. Blind endende Teilstücke dienen der schnellen Zuflucht und als Fraßplatz. Kotplätze befinden sich vorwiegend in den oberirdischen Laufwegen. Das fein zerfaserte, trockene Grasnest liegt in einer eigens angelegten Kammer rund 20 – 50 cm unter der Erdoberfläche.

Die Feldmäuse gehören zu den bedeutendsten Schädlingen in Landwirtschaft und Gartenbau. Insbesondere in Regionen mit besseren, tiefgründigen Ackerböden (mit gutem Nahrungsangebot und guter Deckung), in Gegenden mit Jahresniederschlagsmengen bis 550 mm (mitteldeutsche Trockengebiete), auf pfluglos bestellten Flächen, auf mit Winterraps oder Wintergetreide bestellten Flächen sowie mehrjährigen Futterkulturen, in Klee- und Grassamenvermehrungsbeständen treten Feldmäuse häufig in erntebedrohenden Quantitäten auf.

Wo kann ich die Feldmaus in meiner Wohnung finden

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